TVT Einlage

 

TVT = Tension-free Vaginal Tape (spannungsfreies Vaginalband)
„van der Leyen“: Harninkontinenz kann man behandeln; man muss sie nicht ertragen“.

Grundsätzlich unterscheidet man 2 Arten der Harninkontinenz (unwillkürlicher Urinverlust) – zum einen die Drang- bzw. Urgeinkontinenz, wobei der Patient zuvor ein Harndranggefühl verspürt, aber nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette kommt und die medikamentös behandelt wird.
Und zum anderen die Belastungs- bzw. Stressinkontinenz, die man operativ behandeln kann. Von einer Stressinkontinenz spricht man, wenn es zu ungewollten Urinverlusten insbesondere bei Belastung wie Husten, Lachen oder Aufstehen, aber auch gelegentlich bei Ruhe kommt, ohne dass zuvor ein wesentliches Harndranggefühl besteht.
Das Band wird unter die Harnröhre gelegt, um sie wie eine Art Hängematte zu unterstützen und schützt so die Blase ( bei Husten, Niesen, Bewegungen) vor dem ungewollten Entleeren.
Normalerweise ist die Harnröhre fest verschlossen, um unwillkürlichen Urinabgang zu verhindern. Wenn die Beckenmuskulatur eine Schwäche aufweist, wird die Harnröhre nicht mehr in der richtigen Position gehalten.

Das Netz wird über einen kleinen Schnitt unterhalb der Harnröhre durch die Scheide spannungsfrei eingelegt und unterstützt so die Harnröhre und die Inkontinenz wird korrigiert.

Komplikationen treten nur in sehr seltenen Fällen auf. Äußerst selten kann es kurz nach der Einlage zu Blasenentleerungsstörungen kommen, bzw. in den ca. ersten zwei Monaten nach der OP zu Harnwegsinfekten.
Schmerzen treten sehr selten und nicht sehr stark auf. Durch diesen minimalinvasiven Eingriff wird der Körper wenig belastet. Es bestehen die üblichen Risiken einer OP.

Bei weiteren Fragen können Sie gerne einen persönlichen Gesprächstermin in unserer Praxis vereinbaren.